• Autoren-Nähkästchen

    Der Stand der Dinge Wer dem Blog schon etwas länger folgt, kann sich sicher noch an die Rubrik Liebes Tagebuch erinnern. Dort habe ich monatlich aus dem Arbeitsleben eines Autors berichtet. Da ich diese Rubrik eingestellt habe, aber doch in regelmäßigen Abständen Fragen dazu erhalte, gibt es hier ein Update in Form eines Interviews. Schreibst du noch gern? Auf jeden Fall. Im Moment an mehreren Projekten, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Wann veröffentlichst du wieder etwas? Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Ein Manuskript befindet sich in der zweiten Überarbeitung. Während dieses ruht, schreibe ich an einem neuen Manuskript. Dazwischen nehme ich weiterhin an Ausschreibungen und Wettbewerben teil.…

  • Autoren-Nähkästchen

    Der lange Weg zur Veröffentlichung In letzter Zeit häufen sich die Mails mit Anfragen zum Thema „Was mache ich mit meinem Manuskript?“ Für mich die perfekte Gelegenheit eine Kurzfassung meiner Weggestaltung zum eigenen Buch wiederzugeben. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass jeder Autor ein wenig anders vorgeht. Vorab möchte ich allen gratulieren, die es geschafft haben, eine Geschichte fertig zu schreiben. Darauf darf man zurecht Stolz sein. Meine Schritte Die Rohfassung meiner Geschichte ruht ein paar Wochen. Dann geht es ans Überarbeiten. Dieser Prozess nimmt bei mir enorm viel Zeit in Anspruch. Wieder und wieder überarbeite ich die letzte Fassung, streiche Stellen, füge neue Szenen ein, ändere Dialoge und widme mich gezielt den einzelnen…

  • Autoren-Nähkästchen

    Bewegtes Autorenleben Ein weitverbreitetes Phänomen und Schreckenszenario der Autorenwelt ist die Schreibblockade. Man hört und liest die schlimmsten Berichte darüber. Schriftsteller, die sonst wie am Fließband produzieren, stürzen kopflos in den Abgrund der Wortleere. Weißes Papier wird zum Synonym des Horrors und verfolgt die geplagten Schreibakteure bis in ihre Träume, vergrault ihnen den ruhigen Schlaf. Ratgeber, die dem entgegenwirken sollen, existieren wie Sterne am Himmel bei klarer Sicht. Doch jeder Autor sollte seinen eigenen Weg finden. Dazu bedarf es nicht viel. Man muss sich nur selbst ein wenig unter die Lupe nehmen. Mein Weg weg vom Schreibfrust ist und bleibt die Bewegung. Das klingt simpel und im Grunde ist es das auch. Ich habe festgestellt, dass mein Hirn nach längeren…

  • Autoren-Nähkästchen

    #Autorenwahnsinn Sommer-Edition 4 Tag 20: Welchen Autor/welche Autorin hast du diesen Sommer neu für dich entdeckt? Ich lese gern Krimireihen. Diesen Sommer habe ich die Bücher von Ruth Rendell entdeckt. Ich lese mich durch die Inspektor Wexford-Fälle. Zum Thema Krimi wird es Ende September einen extra Beitrag geben. Reinschauen lohnt sich.   Tag 21: Zeit für eine Pause! Womit prokrastinierst du am liebsten? Ich gehöre nicht zu dieser Sorte von Mensch. Ich erstelle Pläne und organisiere meine Aufgaben. Ich kalkuliere meist so eng, dass mir keine Zeit fürs Aufschieben bleibt. Bisher hat es gut funktioniert …             Tag 22: Zeig uns deinen liebsten Leseplatz in diesem Sommer! Im…

  • Autoren-Nähkästchen

    Schreibblockade Ja, ich habe es ausgeschrieben – das böse Wort. Schreibblockade. Das bloße Aussprechen scheint einem Fluch gleich. Jedem Autor stellen sich die Nackenhaare auf und das Gefühl eines unverdauten Gummiballs macht sich in der Magengegend breit. Gläubige Autoren bekreuzigen sich. Hände werden schützend vor dem Mund gehalten, wenn man Schreibblockade vor sich hin nuschelt. Ich übertreibe natürlich, aber man bekommt den Eindruck, dem Autor könnte nichts Schlimmeres widerfahren. „Hast du gehört? XYZ leidet unter einer Schreibblockade. Seit über einem Jahr. Er wird wohl nie wieder auf die Beine kommen.“ Ich für meinen Teil glaube, dass diese Schreibblockaden gar nicht existieren. Genau das Gegenteil ist der Fall. Das Problem besteht darin, sich…

  • Autoren-Nähkästchen

    Geheimakte Schriftsteller Ich gestehe. Bislang habe ich der Familie und dem Freundeskreis meine Tätigkeit als Schriftsteller geheimgehalten. Dafür gibt es gute Gründe. Die Bekanntmachung, einen kreativen Beruf auszuüben, birgt vielerlei Gefahren. Hören Sie sich um. Fragen Sie Musiker, Maler, Designer oder eben Autoren – alle können ein Lied davon singen! Die Menschen reagieren auf zwei Arten: 1.Reaktion: Die Frage zur Begrüßung: „Wie geht’s dir?“ wird abgelöst von: „Was macht dein Buch?“ „Wann steht es auf der Bestsellerliste?“ „Wann kommt dein nächstes Buch auf den Markt?“ Natürlich kann ich es verstehen. Diese Berufe umgibt etwas Geheimnisvolles. Nur wenigen Personen scheint sich diese Job-Tür zu öffnen – man möchte mehr darüber erfahren. Meist mit dem Hintergedanken selbst über…

  • Autoren-Nähkästchen

    Freiheit Als Autor obliegt mir die Verantwortung, die Rahmenbedingungen meiner Arbeit eigenständig festzulegen. Ich entscheide ohne Absprachen: – Wie viel? – Wo? – Wann? – Woran? – Wie? Das ist auf der einen Seite sehr angenehm, auf der anderen nervig. Es heißt nicht grundlos Die Qual der Wahl. Mit Freiheit muss man eben umgehen können. Hier eine kleine Auswahl an Fragen, die mich immer mal wieder plagen: Soll ich mitten in der Nacht aufstehen, um eine Idee aufzuschreiben oder im warmen Bett liegen bleiben? + Über Nacht könnte ich meine Einfälle vergessen + Auch mein Körper benötigt Ruhephasen Soll ich Schreiben, um voranzukommen, oder Zeit mit der Familie verbringen? + Ich…

  • Autoren-Nähkästchen

    Frankfurter Buchmesse 2016 Heute darf ich stolz verkünden, dass ich am Freitag (21.10.2016) auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein werde. Im August-Tagebuch habe ich von meinem Beitrag in der Anthologie Niedersächsische Einladung berichtet. Nun hat mich die Herausgeberin, Britta Voß, eingeladen, um meine Geschichte Von Seebären und Landratten vorzulesen, und natürlich nehme ich diese einzigartige Chance in Anspruch. Wer mich gern persönlich treffen möchte, findet mich von 14.00 Uhr – 14.30 Uhr in der Halle 3.1 am Stand G2 des Grössenwahn Verlags. Ich freue mich über jeden, der mich am Stand besucht. Bis dahin gibt es noch einiges zu erledigen. Angefangen von dem Fertigen neuer Visitenkarten bis hin zu einem…

  • Liebes Tagebuch

    Juli 2016 Ich kann bestätigen: Zeit ist relativ. Dieser Monat verging aus meiner Sicht wie im Flug. Ich habe mich als Testleser angeboten. Das ist komplizierter, als es sich anhört. Mit dem Genre, das der Autor bedient, begebe ich mich auf fremdes Terrain. Somit ist eine konstruktive Kritik umso wichtiger. Ich freue mich, dass der Autor mir diese Aufgabe anvertraut. Zudem ist es spannend, ein Werk in den Händen zu halten, das der Öffentlichkeit noch nicht zur Verfügung steht. Des Weiteren musste ich mich, mit einem rechtlichen Sachverhalt auseinandersetzten. Es betrifft meinen Titel, der seit Monaten feststeht und bereits mein Cover schmückt. Nur durch Zufall entdeckte ich einen Reiseführer, der…

  • Zum Nachdenken

    Der innere Autor Du leistest nicht genug! Du musst mehr an dir arbeiten! Du gibst nicht alles! Deine Arbeit ist nichts wert! Du hast zu wenig Zeit! Du bist nichts wert! Eine leise Stimme in meinem Inneren gibt diese fiesen Wortsalven von sich. Nicht permanent, aber kontinuierlich und sie taucht in den verschiedensten Situationen auf, wenn ich sie am wenigsten erwarte. BÄHM – schlägt sie zu und haut mir einen dieser Sätze um die Ohren. Beispiele gefällig? Ich sitze seit Tagen an der Überarbeitung meines Romans. Mein neues Projekt bleibt dabei auf der Strecke. Du leistest nicht genug!  Jedes Beisammensein mit Familie oder Freunden, rechne ich in Zeit um, die…